300 Jahre Antoniuskapelle in Oberau
Am 2. Oktober 1708 feierte der Dekan von Zell am Ziller, damals auch zuständig für den Sprengel in der Oberau, die erste heilige Messe in dem neu erbauten Gotteshaus zu Ehren des heiligen Antonius von Padua in der Oberen Wildschönau. Innerhalb kurzer Zeit erfreute sich der neue Bau größter Beliebtheit bei Besuchern aus nah und fern, diese Popularität dauert bis zum heutigen Tag an.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die Antoniuskapelle zu einem überregional beliebten Wallfahrtsort. Zeitweilig diente sie auch als Ausweichquartier nach dem Brand der alten Oberauer Kirch im Jahre 1719. Bemerkenswert ist die Übernahme von Kopien der Gnadenbilder von damals besonders häufig aufgesuchten Wallfahrtsorten, wie Loretto und die Wieskirche. Auf diese Weise war es auch solchen Gläubigen möglich, vor diesen wundertätigen Bildern zu beten, die sich eine Reise in entferntere Gebiete nicht leisten konnten.
Heute feiert man regelmäßig Gottesdienste in der Kapelle und mit besonderer Feierlichkeit wird jedes Jahr das Hochfest des heiligen Antonius am 13. Juni begangen. Gelegentlich finden auch Trauungen in dieser sehr stimmungsvollen Umgebung statt. Der heilige Antonius erhält auch immer wieder Besuch von Hilfesuchenden, die sich mit den verschiedensten Anliegen an ihn wenden und auf Erhörung ihrer Bitten hoffen.
Biografie:
Gerhard Gurschler ist Autor und professioneller Erzähler und lebt in Wörgl/Tirol. Er ist Obmann des Vereines „Kunstquadrat“, Plattform für Künstler/Innen aller Arten. Er ist Ansprechpartner und leitet die Aktivitäten zu diesem Kunstfenster.
Kontakt: gerhard@gurschler.at
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