Tirol und Südtirol grüßen Wien
13.-14.06.09
Landesfesttage
18.09.-20.09.09
Landesfestumzug
20.09.09

CD „Lieder der ‚Freiheit’“ - Volkstümliches Singen in Tirol zwischen 1796 und 1848

Lieder wie die Tiroler Landeshymne „Zu Mantua in Banden…“, „Ach Himmel, es ist verspielt“ oder „Wohl ist die Welt so groß und weit“ haben schon lange Eingang in das kollektive Gedächtnis der Tirolerinnen und Tiroler gefunden und besitzen heute noch sehr viel emotionale Sprengkraft, wie die immer wiederkehrende Debatte zur Tiroler Landeshymne zeigt. Auch sind diese Lieder immer noch lebendig: die Südtiroler drücken damit ihre politische Unzufriedenheit aus und man konnte man vor kurzem ein Tirolerlied sogar in den österreichischen Hitparaden finden.

Die Vielfalt ist erstaunlich. Ja, es gibt mehr als „Zu Mantua in Banden“ oder „Ach Himmel es ist verspielt“ in der politischen Musik Tirols zur Zeit der Befreiungskriege. Witz, Leichtigkeit und populäre Melodien in der Volks- und Schützenmusik, Eleganz und Schönheit in der Kunstmusik der Städte, Kuriositäten der „Alpenmusik“ im Ausland. Doch immer schwingt Beklemmung mit, ein kalter Unterton, offene Aggressivität oder versteckte Propaganda in den Texten.

Hier gibt`s eine Hörprobe.

Musik und Krieg ist eine wirksame Kombination, selten scheint sie aber so eindrücklich und doch oft unterhaltsam wie hier: Abgerundet durch Instrumentalstücke der Zeit, von Klavier über Harfe bis Schwegel und unterstützt von erstklassigen Musikern, steigert die unverkennbare künstlerische Umsetzung von Bernhard Sieberer die Spannung zwischen musikalischer Schönheit und den oft befremdlichen Texten. Altbekanntes interpretiert er neu und ungewöhnlich.

Die fruchtbare Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft gestaltet diese CD zu einem unterhaltsamen „lebendigen“ Museum und macht verloren geglaubte Musik wieder zugänglich.


Bestellung der CD "Lieder der Freiheit" zum Gedenkjahr 2009 über Mayr Music, Angelika und Gerhard Mayr, Hechenbergstraße 16, 6063 Neu Rum, Telefon: 0512/266608, E-mail: rcr@mayrmusic.at;

 
Institut für Geschichte und Ethnologie/
Institut für Musikwissenschaft/
Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung

Projektleitung
o. Univ.-Prof. Dr. Brigitte Mazohl
Wissenschaftliche Berater
Brigitte Mazohl- Wallnig
Gerlinde Haid
Thomas Nußbaumer
Kurt Drexel
Projektmitarbeiter
Silvia Maria Erber
Sandra Hupfauf

 
Bernhard Sieberer wurde in Kitzbühel geboren. Er studierte Dirigieren bei Edgar Seipenbusch in Innsbruck und besuchte Meisterkurse bei Sergiu Celibidache an der Universität Mainz, durch ein Stipendium der Alban-Berg-Stiftung bei Michael Gielen an der Hochschule Mozarteum Salzburg und bei Gustav Kuhn in Mailand.
1986-1992 war er der musikalische Leiter des Europasommers in Fiecht. 1990 debütierte er mit dem Wiener Kammerorchester im Konzerthaus in Wien, weitere Aufführungen führten ihn zum Steirischen Herbst, zu den Salzburger Festspielen, ins Brucknerhaus Linz, in den Redutensaal der Slovakischen Philharmonie und zu den Tiroler Festspielen in Erl. Seine Arbeit mit verschiedenen Orchestern und Chören ist in zahlreichen CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentiert. Zuletzt entstand die CD „strings“ mit sämtlichen Werken für Streichorchester von Werner Pirchner.
Bernhard Sieberer unterrichtet auf Kursen als Referent für Chorleitung und Dirigieren und ist Leiter der zweijährigen Chorleiterausbildung des Tiroler Sängerbundes.
Von 1995 bis 2001 war er bei den Salzburger Festspielen der musikalische Leiter der Bühnenmusik von Werner Pirchner zu Hugo von Hofmannsthals Jedermann am Salzburger Domplatz.
Derzeit leitet er neben dem Vokalensemble Vocappella Innsbruck den Kammerchor Collegium vocale Innsbruck, ist ständiger Gastdirigent bei Jauna Muzika in Vilnius/Litauen und Kulturbeauftragter der Stadt Kufstein.
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