Der bayrische Rummel
Ihre Treue zu Österreich und ihre militärische Kraft stellten die Tiroler durch ein einzigartige Tat unter Beweis. Während des Spanischen Erbfolgekrieges, der auf den Schlachtfeldern Italiens und Süddeutschlands ausgetragen wurde, rückten der bayrische Kurfürst Max Emanuel von Norden und die mit ihm verbündeten Franzosen 1703 von Süden unerwartet gegen Tirol, um sich in diesem Land zu vereinigen. Die österreichischen Generäle und die kaiserlichen Behörden waren so erschrocken, dass der Kurfürst am 2. Juni mit 12.000 Mann kampflos in Innsbruck einziehen konnte. Die Regierung leistete ihm den Treue Eid, Bürger und Bauern aber riefen zum Sturm auf.
Das Südtiroler Aufgebot schlug am Brenner die Bayern in blutigen Kämpfen zurück, die Oberinntaler vernichteten ein bayerische Marschkolonie an der Pontlatzer Brücke, und die Unterinntaler versperrten ihnen mit der Eroberung von Rattenberg den Rückzug.
Unter schweren Verlusten konnten die Feinde mit ihrem Kurfürsten, zwei Marschällen und vielen Generälen über die Scharnitz entweichen. Am 27. Juli zogen die Tiroler als Sieger in Innsbruck ein.
Zum Dank für die Befreiung errichteten die Landstände in Innsbruck die Annasäule als Mahnmal der Tiroler Freiheit. Die Freiheitsliebe unseres Volkes besiegte die feindlichen Armeen.
Biografie:
Gerhard Gurschler ist Autor und professioneller Erzähler und lebt in Wörgl/Tirol. Er ist Obmann des Vereines „Kunstquadrat“, Plattform für Künstler/Innen aller Arten. Er ist Ansprechpartner und leitet die Aktivitäten zu diesem Kunstfenster.
Kontakt: wgl@aon.at
Feste

Jubiläum

Theater

Wissenschaft

2009 aktuell













