Andreas Hofer – Bauer, Gastwirt und „Landesregent“
Andreas Hofer (22. November 1767–20. Februar 1810), der Sandwirt aus dem Passeiertal, der nach dem Tiroler Aufstand von 1809 und seinem Tod zum „Freiheitshelden“ und sogar Märtyrer stilisiert wurde, war Bauer, Gastwirt, Pferde-, Vieh- und Weinhändler und führte mit seiner Frau Anna Ladurner, seinen Kindern und Dienstboten den Sandhof zwischen St. Leonhard und St. Martin mit zugehörender „Wirtstaverne“.
Gedenkjahr 1959: Mythos Freiheitskampf
1959 feierte man das 150-jährige Jubiläum des Tiroler Freiheitskampfes. Ein Jahr lang
wurden Heldentum, Opferbereitschaft und die Einheit Tirols zelebriert. Die Politik leistete dabei auch die geistig-moralische Aufrüstung jener Männer, die später zum Sprengstoff griffen. Ein Rückblick von Christoph Franceschini.
1792 bis 1814 – Europa und Tirol
Ein Streifzug durch die Geschichte
Tiroler Erinnerungskultur zu 1809
Tiroler Erinnerungskultur zu 1809
Die Bundesstandarte und ihr Vorbild von ca. 1500
Text: Von Meinrad Pizzinini und Claudia Sporer-Heis
Bild: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck
Catarina Lanz – Wahrheit oder Legende?
Ich darf das Gefecht bei Spinges vom 2. April 1797 als bekannt voraussetzen, ebenso den Bericht des Nordtiroler Schützenkommandanten Dr. Philipp von Wörndle, wonach auf der Friedhofsmauer auch eine Bauernmagd gesehen wurde, die die Feinde mit ihrer Heugabel hinunterstieß. Nach dem Gefecht schien aber niemand den Namen des Mädchens zu kennen (die dort kämpfenden Schützen kamen hauptsächlich aus Nordtirol), ja manche stellten sogar ihre Existenz in Frage. Trotzdem wurde diese Bauernmagd bald zur Symbolgestalt für tirolischen Freiheitswillen, und man nannte sie „das Mädchen von Spinges“.
Die Ladiner während der Franzosenkriege
Im Herzen der Dolomiten liegt das ladinische Siedlungsgebiet. Diese rätoromanische Sprachgruppe lebt in den fünf Tälern rund um den Sellastock. Ladinien ist auf die drei Provinzen Bozen, Trient und Belluno aufgeteilt und gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn. Lesen Sie hier weiter, um mehr über die Geschichte der Ladiner während der Tiroler Erhebung gegen die napoleonischen Truppen zu erfahren.
1809 – 1959: Film vom Schützenfest in Meran
Vor fünfzig Jahren hat der Kameramann Walter Huber mit seiner Filmkamera das Schützenfest in Meran dokumentiert. Die Farbaufnahmen sind heute ein zeithistorisches Dokument, das Sie hier auf www.1809-2009.eu ansehen können.
Dieses zweiminütige Video zeigt Ausschnitte vom Bezirksfest der Schützen in Meran 1959. Zu sehen sind viele Schützen und die damaligen Politiker und Würdenträger. Die Aufnahmen hat Kameramann Walter Huber aufgezeichnet, Sprecher ist Bruno Hosp, der spätere Landesrat und heutige Präsident der Südtiroler Landesmuseen, für den Schnitt zeichnete Rudi Kaneider verantwortlich.
Die Digitalisierung des Original-Filmmaterials hat Christoph Mumelter vom Südtiroler Landesamt für audiovisuelle Medien vorgenommen.
Aus dem Tagebuch des Mathias Ploner (1796 – 1809)
Mathias Ploner, geb. 1770 in St. Ulrich und gest. 1845 in Brixen, Organist und Lehrer in St. Ulrich von 1785 bis 1800, in dieser Zeit auch im Einsatz für den Bau der neuen Kirche, deshalb ein Faktotum, hat uns eine Chronik der Zeit hinterlassen, in der die napoleonischen Krieg Tirol in Atem gehalten haben.