Die Ladiner während der Franzosenkriege
In Ampëz/Cortina d’Ampezzo, Fodom/Buchenstein, Fascia/Fassa, Val Badia/ Gadertal und in Gherdëina/Gröden leben heute etwa 30.000 Menschen, die ladinisch sprechen. Die beiden Täler Gröden und Gadertal gehören zur Provinz Bozen-Südtirol, in der die ladinische mit einem Anteil an 4,5 Prozent der Gesamtbevölkerung die kleinste der drei Sprachgruppen darstellt.
Die Ladiner und Ladinerinnen haben eine eigene Sprache und Kultur (mehr dazu auf den Webseiten www.museumladin.it, www.micura.it, www.vejin.com). Ihre Sprache, das Rätoromanische, ist eine neulateinische Sprache und mit dem Französischen und dem Italienischen verwandt. Dem Ladinischen ähnlich sind auch Okzitanisch oder Katalanisch. In Südtirol ist die ladinische Bevölkerung seit 1951 als eigene Sprachgruppe neben der deutschen und der italienischen anerkannt. Im heute gültigen Südtiroler Autonomiestatut von 1972 sind Schutzbestimmungen für die Ladiner enthalten.
Die ladinischen Dolomitentäler gehörten mit Ausnahme von Cortina von 1363 bis 1919 zum Herrschaftsbereich des Hauses Habsburg. Cortina war bis 1511 Teil der Seerepublik Venedig und kam dann zu Tirol bzw. den Habsburgern. In den Franzosenkriegen kämpften ladinische Truppen in der österreichischen Armee und beteiligten sich an der Erhebung von 1809. Eine der bekanntesten Figuren der Freiheitskämpfe ist eine Ladinerin: Katharina Lanz, das „Mädchen von Spinges“. Über diese historische Persönlichkeit und die Teilnahme der Ladiner an der Volkserhebung erfahren sie auf folgenden Seiten mehr.
Die Napoleonischen Kriege 1796/97
Das Mädchen von Spinges
Ladinische Truppen im Engadin
Die Erfindung des Luftdruckgewehrs
Das Ende der geistlichen Fürstentümer von Brixen und Trient
Tirol unter bayerischer Herrschaft
Der Befreiungskrieg unter Andreas Hofer
Novemberkämpfe 1809
Das Jahr 1809 in Ampezzo
Die kurze Zeit der Dreiteilung der Ladiner
Stärkung des Selbstbewusstseins
Die Rückkehr zu Österreich
Die Napoleonischen Kriege 1796/97
An den Napoleonischen Kriegen nahm auch die ladinische Bevölkerung teil, beispielsweise kämpften 1796 Gadertaler auf dem Monte Baldo und in der Valsugana. Im September drang überraschend eine Schar Franzosen aus dem Agordotal nordwärts durch Buchenstein bis ins Gadertal vor. Der ladinische Geistliche von Abtei, Jan Gasser, ließ die 58 Franzosen unverzüglich einkreisen und gefangen nehmen: möglicherweise konnten sie im Schlaf überrascht werden. Zwischen September 1796 und September 1797 zogen ständig österreichische Truppen von Tirol nach Venetien und kehrten nach ihren Niederlagen wieder aus der Ebene zurück nach Österreich. Einzelne Truppenteile benützten auch den Rückweg über Buchenstein und weiter durch Fassa, Gröden und das Gadertal. Der Großteil der Soldaten des Habsburgerreiches (Kroaten, Walachen, Ungarn, Tschechen usw.) marschierte jedoch entlang der Alemagna-Route, und einige machten eine Zeitlang in Ampezzo halt. Dort hat es mehr als 370.000 Übernachtungen gegeben. Was für eine ungeheure Belastung dieser Ansturm für ein Dorf mit 300 Häusern und 2300 Bewohnern und Bewohnerinnen gewesen sein muss, ist leicht vorstellbar.
Das Mädchen von Spinges
1797 ging das "Mädchen von Spinges" in die Geschichte ein. Als die am 2. April vor dem Dorf (oberhalb von Mühlbach im Pustertal) wütende Schlacht für die Tiroler schlimm auszugehen drohte, erschien die Magd plötzlich bei der Kirche inmitten ihrer kämpfenden Landsleute, drängte von der Friedhofsmauer aus die Feinde mit einer Mistgabel zurück und verhalf so dem Kampf zu einer entscheidenden Wende: Die Franzosen waren so überrascht, dass sie von den Tirolern, die wieder Mut fassten, zurückgeschlagen werden konnten. Lange Zeit wusste niemand, woher die furchtlose Magd, die bald darauf von Spinges fortzog, stammte. Es war die Ladinerin Catarina Lanz, 1771 in St. Vigil in Enneberg geboren und später Widumshäuserin in Colle S. Lucia und in Andraz, wo sie 1854 starb.
Ladinische Truppen im Engadin
Im Jahre 1800 wurden ladinische Truppen zur Verteidigung nach Nordtirol geschickt. Eine Kompanie von Gadertaler, Fassaner und Buchensteiner Schützen zog auch durch das Engadin. Dort wunderte sich die Truppe nicht wenig, in Graubünden eine Sprache vorzufinden, die ihrer eigenen sehr ähnlich war. Dies stärkte das ethnische Bewusstsein sowohl der ladinischen Sprachgruppe in den Dolomiten, als auch jenes der rätoromanischen in der Schweiz.
Die Erfindung des Luftdruckgewehrs
1799 wurden einige Teile der österreichischen Armee mit dem neuen Repetiergewehr ausgestattet, das der Ampezzaner Bartolomeo Gilardoni erfunden hatte. Innerhalb von zehn Jahren hatte Gilardoni außerdem im Auftrag des Kaisers 2000 Luftdruckgewehre (mit einem Druck von 200 Atmosphären) mit der Hand angefertigt. Damit konnten innerhalb weniger Sekunden 20 Bleikugeln abgeschossen werden. Das Luftdruckgewehr war eine umwälzende Neuerung auf dem Waffensektor, konnte sich aber nicht durchsetzen, da es zu teuer und zu empfindlich war. Schon bei leichter Verschmutzung funktionierte es nicht mehr. Um Druck nachzufüllen, musste 2000 Mal mit einer Pumpe, wie sie etwa heute für Fahrräder üblich ist, gepumpt werden. So ist heute davon nur mehr der Name des aus Ladinien stammenden Erfinders in Erinnerung. Gilardoni starb 1799 in Wien.
Das Ende der geistlichen Fürstentümer von Brixen und Trient
Das Fürstbistum Brixen, das durch das Landlibell Maximilians von 1511 offiziell mit Tirol verbunden, später jedoch durch Österreich in seinen Hoheitsrechten wieder beschnitten worden war, lief schon 1773 Gefahr, säkularisiert zu werden. Auch der Bischof von Trient hatte bereits 1767 über eine Abtretung des ladinischen Fleims an Österreich zu verhandeln begonnen, und zwar "wegen des äußerst verworrenen Systems der Rechtssprechung in diesem Tale und wegen des harten und verkommenen Charakters seiner Bewohner".
Nachdem Österreich auch den zweiten Koalitionskrieg verloren hatte, musste es 1802 alle Gebiete westlich des Rheins an Frankreich abtreten. Dafür zog es u. a. die geistlichen Fürstentümer von Salzburg, Trient und Brixen ein. Die Proteste der Bischöfe wurden von Franz I. einfach überhört. So endete also 1803 die seit 1027 dauernde weltliche Herrschaft des Brixner Bischofs, und die wenigen Gebiete, die ihm noch verblieben waren - darunter die Gerichte Thurn, Fassa und Buchenstein - wurden unter die Verwaltung der Regierung gestellt. Das Ereignis wurde als Folge einer unvermeidlichen historischen Entwicklung ohne viel Aufhebens gebilligt. Alle Dolomitenladiner waren nun unterschiedslos Tiroler mit den gleichen Rechten und den gleichen Pflichten. Doch waren sie nicht alle gemeinsam in einem einzigen Kreisamt zusammengeschlossen.
Tirol unter bayerischer Herrschaft
Die Loslösung von Österreich und die Angliederung an Bayern im Jahre 1806 war ein schwerer Schlag für das Land Tirol, das nun in "Südbayern" umbenannt wurde. Die Anhänglichkeit der Bevölkerung an Österreich war groß, und die Abneigung gegen die neue Herrschaft wuchs mit den im Zuge der neuen Verfassung von 1808 durchgeführten radikalen Reformen. Letztere waren notwendig, um den öffentlichen Verwaltungsapparat zu modernisieren, und wären wahrscheinlich auch unter Österreich durchgeführt worden. Die alten "Regoles" in Fassa und Moena wurden von den Bayern verboten.
Der Befreiungskrieg unter Andreas Hofer
Am 27. März 1809 kündigte Franz I. einen neuerlichen Kampf gegen die Franzosen an. Die Tiroler erhoben sich gemeinsam unter Andreas Hofer, und im Laufe eines Monats war das ganze Land befreit. Ampezzo wurde am 12. April von Oberst Lodron "befreit", und die Ampezzaner Schützen, die sich den österreichischen Truppen anschlossen, drangen gemeinsam mit diesen bis Belluno vor. Aber schon am 10. Mai musste das Dorf den Rückzug des Generals Schmidt mit ansehen, der in der Ebene von den Franzosen besiegt worden war. Bis zum 23. Mai zogen etwa 11.000 Mann durch ampezzanisches Gebiet. Inzwischen kämpften die Grödner Schützen am Berg Isel, die Fassaner im Trentino; Gadertaler und Buchensteiner unternahmen Streifzüge ins Agordo und kamen bis Belluno.
Tiroler Schützen - darunter jene aus Gröden und Thurn - kämpften in der Eisackenge nördlich von Franzensfeste und am Berg Isel und drängten ein zweites Mal den Feind über Innsbruck hinaus zurück. Die damaligen Leistungen der Gadertaler sind ausführlich und bis in alle Einzelheiten im Buch "Enneberg in Geschichte und Sage" von Alois Vittur beschrieben.

Novemberkämpfe 1809
Am 2. November rückte General Peyri mit ungefähr 1200 Mann gegen Buchenstein vor. Buchensteiner, Gadertaler und Enneberger - insgesamt etwa 700 an der Zahl - versuchten zwar, ihm bei Caprile und Plan de Sala den Weg zu versperren, jedoch ohne Erfolg. Aus Angst, der Feind könnte das ganze Tal in Brand setzen, zogen sich die Ladiner zurück. Ihr Anführer überbrachte Peyri die Kapitulationserklärung der Buchensteiner. Dieser behielt ihn als Geisel und verwendete ihn als Führer für den Vormarsch am darauf folgenden Tag. Nachdem die Franzosen die Nacht in Pieve verbracht hatten, setzten sie ihren Weg nach Corvara fort. Bei Pescosta waren auch Grödner und Fassaner Schützen als Verstärkung eingetroffen, aber General Peyri ließ ihnen durch Boten der Regierung den Aufruf des Kaisers zur Niederlegung der Waffen zeigen. So konnte er sie verunsichern und inzwischen seine Truppen auf der anderen Talseite gegen das Grödner Joch vorrücken lassen. Nur mehr die Nachhut wurde von den Grödnern und Fassanern beim Vormarsch behindert.
Die französischen Truppen durchzogen am 3. November das ganze Grödental, ohne auf Widerstand zu stoßen. In St. Ulrich machten sie sogar Rast. In Waidbruck kam es dann jedoch zu einem schweren Zusammenstoß. Trotzdem gelang es den restlichen Soldaten, Bozen zu erreichen und zu besetzen.
An die 970 Schützen aus dem ganzen Gadertal sollen am 8. November und an den darauf folgenden Tagen zusammen mit anderen Tiroler Schützen versucht haben, die Besetzung von Bruneck und Brixen durch die Franzosen zu verhindern, doch umsonst. Der Kampf um die Befreiung Tirols war nun am Ende. Vom 16. bis 20. November durchsuchten die Franzosen das Gadertal (und auch die anderen Täler) nach Waffen und Munition und nahmen die Schützenkommandanten gefangen. Einige Ladiner wurden erschossen, z.B. der aus Enneberg stammende Kurier Andreas Hofers, Mati Frener, am 21. Dezember in Bozen.
Das Jahr 1809 in Ampezzo
Im Juli und anfangs August fielen die Ampezzaner Schützen unter ihrem Kommandanten Josef Hirschstein, dem Sohn des Zollbeamten, wiederholt im Cadore ein, das schutzlos war, und erregten durch ihre willkürlichen Beschlagnahmungen den Zorn der einheimischen Bevölkerung und der Franzosen, die am 10. August in Richtung Ampezzo marschierten. An der Grenze konnten die Ampezzaner mit Hilfe der Welsberger Schützen vier Stunden lang Widerstand leisten, mussten sich dann aber zurückziehen und die ersten "Weiler" der Plünderung preisgeben. Es gab zwölf Tote, etliche Verletzte, Gefangene und 60 ausgeplünderte Familien. Um noch größeren Schaden zu verhindern, unterzeichneten der Richter und der Gemeindevorsteher die Kapitulationserklärung.
In der Meinung, Ampezzo sei noch von den Franzosen besetzt, eilten Schützen aus den ladinischen Nachbartälern herbei, um die Feinde zu vertreiben: am 16. August kamen 313 Bewaffnete aus dem Gadertal, angeführt von Francesch Dapunt, und 524 Buchensteiner - praktisch alle wehrfähigen Männer - unter dem Befehl von Jan de Sisti. Tags darauf traf noch ein Pustertaler Aufgebot von weiteren 1420 Mann ein. Sie zogen gemeinsam bis San Vito, um sich zu vergewissern, dass keine Invasionsgefahr mehr bestand, und kehrten dann wieder um.
Angesichts einer so starken Schützenhilfe seitens der Nachbarn, die noch dazu die Kunde brachten, dass Andreas Hofer am 13. August Innsbruck zurückerobert habe, siegten in einer Gemeinderatssitzung in Ampezzo die Hitzköpfe über die Besonneneren und erklärten die "Kapitulation" für ungültig. Sie beschlossen, wieder zu den Waffen zu greifen und den Kampf fortzusetzen. Vielleicht wäre nichts Ernsteres geschehen, wenn nicht in der Zwischenzeit der fanatische deutsche Luxheim mit einer Schar freiwilliger Studenten gekommen wäre. Ihm gelang es, den Kommandanten Hirschstein zu überreden, mit ihm zusammen die Überfälle auf das Cadore wieder aufzunehmen.
Als Antwort auf diese Provokation und Gesinnungsänderung der Ampezzaner beschloss der französische Kommandant Rivara, die "Aufrührer" zu bestrafen, und rückte am 31. August gegen Ampezzo vor. Die Schützen und Luxheim mussten sich zurückziehen, und die Bewohner flüchteten in die Wälder. Sowohl die zurückweichenden Scharen Luxheims als auch die Franzosen plünderten einen Großteil der in Straßennähe befindlichen Häuser und zündeten viele davon an. Ungefähr vierzig brannten vollständig nieder, die Verzweiflung in der Bevölkerung war groß.
Die kurze Zeit der Dreiteilung
Im Februar 1810 nahm Napoleon zur Strafe für die Tiroler, die es gewagt hatten, sich gegen ihn aufzulehnen, eine Dreiteilung des Landes vor. Das Trentino und der "Alto Adige" (eine Bezeichnung, die bei dieser Gelegenheit eingeführt wurde) bis nördlich von Bozen kamen zum neuen Königreich Italien. Diesem hätte auch die ladinische Bevölkerung unterstellt werden sollen, nachdem den französischen Kommandanten aufgefallen war, dass sie nicht deutsch sprachen. Gröden und das Gadertal erklärten in einer Protestnote, dass die Ladiner eine eigene Sprache hätten, die sich vom Italienischen unterscheide. Die beiden Täler blieben aber nur deswegen bei Bayern, weil sie gegen die deutschsprachigen Talschaften hin offen waren (über die Pässe führten damals nur Saumwege). Der Protest Ampezzos, das mit dem Pustertal vereint bleiben wollte, blieb ebenso ungehört wie jener der anderen ladinischen Täler. Fassa war dem "Alto Adige" unterstellt, Ampezzo und Buchenstein wurden zum "Dipartimento della Piave" geschlagen.
Stärkung des Selbstbewusstseins
Diese erste Dreiteilung Ladiniens dauerte zwar nur drei Jahre, schuf aber einen Präzedenzfall für die von den Faschisten gewollte und heute noch bestehende Dreiteilung. Heute sind die ladinischsprachigen Täler rund um den Sellastock auf die Provinzen Bozen, Trient und Belluno aufgeteilt. Die erste Dreiteilung Ladiniens im Jahre 1810 geschah gerade zu dem Zeitpunkt, als die Ladiner wie nie zuvor das Bewusstsein entwickelt hatten, ein eigenes Völklein zu sein, das sich von den Deutschen durch seine Sprache, von den Nachbarn jenseits der politischen Grenze vor allem durch seine Kultur und seine Zugehörigkeit zu Tirol und Österreich unterschied. Cadoriner und Agordiner waren zu "Feinden" geworden, gegen die man gekämpft hatte. Buchensteiner, Gadertaler und Enneberger waren immer wieder zur Verteidigung Ampezzos herbeigeeilt; Fassaner waren den Buchensteinern zu Hilfe gekommen; Grödner, Fassaner und Gadertaler hatten im Eisacktal und bei Innsbruck gekämpft; und alle konnten selbst feststellen, dass sie dieselbe Sprache und dieselben Bräuche hatten. Ladinien ging also aus den kriegerischen Ereignissen von 1809 mit gestärktem Bewusstsein hervor.
Die Rückkehr zu Österreich
Nach dem Ende der napoleonischen Kriege kehrte die ladinische Bevölkerung zusammen mit ganz Tirol wieder zu Österreich zurück. Nachdem auch Venetien und das Cadore dem Habsburgerreich zugesprochen worden waren, wollte die Regierung es aus bürokratischen Überlegungen bei einigen Veränderungen der napoleonischen Zeit belassen und wies Ampezzo dem Cadore, Fassa dem Trentino zu. Doch die Ampezzaner fühlten sich als Tiroler, und die tragischen Ereignisse des Jahres 1809 hatten die Kluft, die sie seit Jahrhunderten vom Cadore trennte, noch tiefer werden lassen. Im Jahre 1815 schickte die Gemeinde eine Abordnung nach Innsbruck, wo die in der Bittschrift angefühlten stichhaltigen Gründe Erfolg hatten: Ampezzo blieb mit den anderen ladinischen Tälern vereint bei Tirol.
Es ist möglich, dass die Fassaner nicht früh genug merkten, was auf sie zukam; das Dekret von 1817, mit dem das Tal vom Amtskreis Bozen abgetrennt und Trient zugeteilt wurde, stellte sie vor vollendete Tatsachen. Obwohl damals auch das Trentino Teil Tirols war und zu Österreich gehörte, war die fassanische Bevölkerung, die seit jeher in erster Linie mit Bozen in Verbindung stand, nicht einverstanden und protestierte, jedoch ohne Erfolg.
Trotz der Zugehörigkeit zu verschiedenen Bezirken waren nun alle fünf ladinischen Dolomitentäler wieder bei Österreich und blieben bis zum ersten Weltkrieg mit Tirol vereint.
Autor: Bepe Richebuono
Gekürzt und für diese Homepage bearbeitet
Zum Weiterlesen:
Giuseppe Richebuono, Kurzgefasste Geschichte der Dolomitenladiner,
Istitut Ladin Micurà de Rü, San Martin de Tor, 1992
Giuseppe Richebuono, Ampezzo durante le guerre napoleoniche 1796-1814,
Union di Ladins, Cortina 1985
Ein weiterer Bericht zum Aufstand 1809 in Gröden findet sich hier.
Die Ladiner und Ladinerinnen haben eine eigene Sprache und Kultur (mehr dazu auf den Webseiten www.museumladin.it, www.micura.it, www.vejin.com). Ihre Sprache, das Rätoromanische, ist eine neulateinische Sprache und mit dem Französischen und dem Italienischen verwandt. Dem Ladinischen ähnlich sind auch Okzitanisch oder Katalanisch. In Südtirol ist die ladinische Bevölkerung seit 1951 als eigene Sprachgruppe neben der deutschen und der italienischen anerkannt. Im heute gültigen Südtiroler Autonomiestatut von 1972 sind Schutzbestimmungen für die Ladiner enthalten.
Die Napoleonischen Kriege 1796/97
Das Mädchen von Spinges
Ladinische Truppen im Engadin
Die Erfindung des Luftdruckgewehrs
Das Ende der geistlichen Fürstentümer von Brixen und Trient
Tirol unter bayerischer Herrschaft
Der Befreiungskrieg unter Andreas Hofer
Novemberkämpfe 1809
Das Jahr 1809 in Ampezzo
Die kurze Zeit der Dreiteilung der Ladiner
Stärkung des Selbstbewusstseins
Die Rückkehr zu Österreich
An den Napoleonischen Kriegen nahm auch die ladinische Bevölkerung teil, beispielsweise kämpften 1796 Gadertaler auf dem Monte Baldo und in der Valsugana. Im September drang überraschend eine Schar Franzosen aus dem Agordotal nordwärts durch Buchenstein bis ins Gadertal vor. Der ladinische Geistliche von Abtei, Jan Gasser, ließ die 58 Franzosen unverzüglich einkreisen und gefangen nehmen: möglicherweise konnten sie im Schlaf überrascht werden. Zwischen September 1796 und September 1797 zogen ständig österreichische Truppen von Tirol nach Venetien und kehrten nach ihren Niederlagen wieder aus der Ebene zurück nach Österreich. Einzelne Truppenteile benützten auch den Rückweg über Buchenstein und weiter durch Fassa, Gröden und das Gadertal. Der Großteil der Soldaten des Habsburgerreiches (Kroaten, Walachen, Ungarn, Tschechen usw.) marschierte jedoch entlang der Alemagna-Route, und einige machten eine Zeitlang in Ampezzo halt. Dort hat es mehr als 370.000 Übernachtungen gegeben. Was für eine ungeheure Belastung dieser Ansturm für ein Dorf mit 300 Häusern und 2300 Bewohnern und Bewohnerinnen gewesen sein muss, ist leicht vorstellbar.
Das Mädchen von Spinges
1797 ging das "Mädchen von Spinges" in die Geschichte ein. Als die am 2. April vor dem Dorf (oberhalb von Mühlbach im Pustertal) wütende Schlacht für die Tiroler schlimm auszugehen drohte, erschien die Magd plötzlich bei der Kirche inmitten ihrer kämpfenden Landsleute, drängte von der Friedhofsmauer aus die Feinde mit einer Mistgabel zurück und verhalf so dem Kampf zu einer entscheidenden Wende: Die Franzosen waren so überrascht, dass sie von den Tirolern, die wieder Mut fassten, zurückgeschlagen werden konnten. Lange Zeit wusste niemand, woher die furchtlose Magd, die bald darauf von Spinges fortzog, stammte. Es war die Ladinerin Catarina Lanz, 1771 in St. Vigil in Enneberg geboren und später Widumshäuserin in Colle S. Lucia und in Andraz, wo sie 1854 starb.
Ladinische Truppen im Engadin
Im Jahre 1800 wurden ladinische Truppen zur Verteidigung nach Nordtirol geschickt. Eine Kompanie von Gadertaler, Fassaner und Buchensteiner Schützen zog auch durch das Engadin. Dort wunderte sich die Truppe nicht wenig, in Graubünden eine Sprache vorzufinden, die ihrer eigenen sehr ähnlich war. Dies stärkte das ethnische Bewusstsein sowohl der ladinischen Sprachgruppe in den Dolomiten, als auch jenes der rätoromanischen in der Schweiz.
Die Erfindung des Luftdruckgewehrs
1799 wurden einige Teile der österreichischen Armee mit dem neuen Repetiergewehr ausgestattet, das der Ampezzaner Bartolomeo Gilardoni erfunden hatte. Innerhalb von zehn Jahren hatte Gilardoni außerdem im Auftrag des Kaisers 2000 Luftdruckgewehre (mit einem Druck von 200 Atmosphären) mit der Hand angefertigt. Damit konnten innerhalb weniger Sekunden 20 Bleikugeln abgeschossen werden. Das Luftdruckgewehr war eine umwälzende Neuerung auf dem Waffensektor, konnte sich aber nicht durchsetzen, da es zu teuer und zu empfindlich war. Schon bei leichter Verschmutzung funktionierte es nicht mehr. Um Druck nachzufüllen, musste 2000 Mal mit einer Pumpe, wie sie etwa heute für Fahrräder üblich ist, gepumpt werden. So ist heute davon nur mehr der Name des aus Ladinien stammenden Erfinders in Erinnerung. Gilardoni starb 1799 in Wien.
Das Ende der geistlichen Fürstentümer von Brixen und Trient
Das Fürstbistum Brixen, das durch das Landlibell Maximilians von 1511 offiziell mit Tirol verbunden, später jedoch durch Österreich in seinen Hoheitsrechten wieder beschnitten worden war, lief schon 1773 Gefahr, säkularisiert zu werden. Auch der Bischof von Trient hatte bereits 1767 über eine Abtretung des ladinischen Fleims an Österreich zu verhandeln begonnen, und zwar "wegen des äußerst verworrenen Systems der Rechtssprechung in diesem Tale und wegen des harten und verkommenen Charakters seiner Bewohner".
Nachdem Österreich auch den zweiten Koalitionskrieg verloren hatte, musste es 1802 alle Gebiete westlich des Rheins an Frankreich abtreten. Dafür zog es u. a. die geistlichen Fürstentümer von Salzburg, Trient und Brixen ein. Die Proteste der Bischöfe wurden von Franz I. einfach überhört. So endete also 1803 die seit 1027 dauernde weltliche Herrschaft des Brixner Bischofs, und die wenigen Gebiete, die ihm noch verblieben waren - darunter die Gerichte Thurn, Fassa und Buchenstein - wurden unter die Verwaltung der Regierung gestellt. Das Ereignis wurde als Folge einer unvermeidlichen historischen Entwicklung ohne viel Aufhebens gebilligt. Alle Dolomitenladiner waren nun unterschiedslos Tiroler mit den gleichen Rechten und den gleichen Pflichten. Doch waren sie nicht alle gemeinsam in einem einzigen Kreisamt zusammengeschlossen.
Tirol unter bayerischer Herrschaft
Die Loslösung von Österreich und die Angliederung an Bayern im Jahre 1806 war ein schwerer Schlag für das Land Tirol, das nun in "Südbayern" umbenannt wurde. Die Anhänglichkeit der Bevölkerung an Österreich war groß, und die Abneigung gegen die neue Herrschaft wuchs mit den im Zuge der neuen Verfassung von 1808 durchgeführten radikalen Reformen. Letztere waren notwendig, um den öffentlichen Verwaltungsapparat zu modernisieren, und wären wahrscheinlich auch unter Österreich durchgeführt worden. Die alten "Regoles" in Fassa und Moena wurden von den Bayern verboten.
Der Befreiungskrieg unter Andreas Hofer
Am 27. März 1809 kündigte Franz I. einen neuerlichen Kampf gegen die Franzosen an. Die Tiroler erhoben sich gemeinsam unter Andreas Hofer, und im Laufe eines Monats war das ganze Land befreit. Ampezzo wurde am 12. April von Oberst Lodron "befreit", und die Ampezzaner Schützen, die sich den österreichischen Truppen anschlossen, drangen gemeinsam mit diesen bis Belluno vor. Aber schon am 10. Mai musste das Dorf den Rückzug des Generals Schmidt mit ansehen, der in der Ebene von den Franzosen besiegt worden war. Bis zum 23. Mai zogen etwa 11.000 Mann durch ampezzanisches Gebiet. Inzwischen kämpften die Grödner Schützen am Berg Isel, die Fassaner im Trentino; Gadertaler und Buchensteiner unternahmen Streifzüge ins Agordo und kamen bis Belluno.
Tiroler Schützen - darunter jene aus Gröden und Thurn - kämpften in der Eisackenge nördlich von Franzensfeste und am Berg Isel und drängten ein zweites Mal den Feind über Innsbruck hinaus zurück. Die damaligen Leistungen der Gadertaler sind ausführlich und bis in alle Einzelheiten im Buch "Enneberg in Geschichte und Sage" von Alois Vittur beschrieben.
Novemberkämpfe 1809
Am 2. November rückte General Peyri mit ungefähr 1200 Mann gegen Buchenstein vor. Buchensteiner, Gadertaler und Enneberger - insgesamt etwa 700 an der Zahl - versuchten zwar, ihm bei Caprile und Plan de Sala den Weg zu versperren, jedoch ohne Erfolg. Aus Angst, der Feind könnte das ganze Tal in Brand setzen, zogen sich die Ladiner zurück. Ihr Anführer überbrachte Peyri die Kapitulationserklärung der Buchensteiner. Dieser behielt ihn als Geisel und verwendete ihn als Führer für den Vormarsch am darauf folgenden Tag. Nachdem die Franzosen die Nacht in Pieve verbracht hatten, setzten sie ihren Weg nach Corvara fort. Bei Pescosta waren auch Grödner und Fassaner Schützen als Verstärkung eingetroffen, aber General Peyri ließ ihnen durch Boten der Regierung den Aufruf des Kaisers zur Niederlegung der Waffen zeigen. So konnte er sie verunsichern und inzwischen seine Truppen auf der anderen Talseite gegen das Grödner Joch vorrücken lassen. Nur mehr die Nachhut wurde von den Grödnern und Fassanern beim Vormarsch behindert.
Die französischen Truppen durchzogen am 3. November das ganze Grödental, ohne auf Widerstand zu stoßen. In St. Ulrich machten sie sogar Rast. In Waidbruck kam es dann jedoch zu einem schweren Zusammenstoß. Trotzdem gelang es den restlichen Soldaten, Bozen zu erreichen und zu besetzen.
An die 970 Schützen aus dem ganzen Gadertal sollen am 8. November und an den darauf folgenden Tagen zusammen mit anderen Tiroler Schützen versucht haben, die Besetzung von Bruneck und Brixen durch die Franzosen zu verhindern, doch umsonst. Der Kampf um die Befreiung Tirols war nun am Ende. Vom 16. bis 20. November durchsuchten die Franzosen das Gadertal (und auch die anderen Täler) nach Waffen und Munition und nahmen die Schützenkommandanten gefangen. Einige Ladiner wurden erschossen, z.B. der aus Enneberg stammende Kurier Andreas Hofers, Mati Frener, am 21. Dezember in Bozen.
Das Jahr 1809 in Ampezzo
Im Juli und anfangs August fielen die Ampezzaner Schützen unter ihrem Kommandanten Josef Hirschstein, dem Sohn des Zollbeamten, wiederholt im Cadore ein, das schutzlos war, und erregten durch ihre willkürlichen Beschlagnahmungen den Zorn der einheimischen Bevölkerung und der Franzosen, die am 10. August in Richtung Ampezzo marschierten. An der Grenze konnten die Ampezzaner mit Hilfe der Welsberger Schützen vier Stunden lang Widerstand leisten, mussten sich dann aber zurückziehen und die ersten "Weiler" der Plünderung preisgeben. Es gab zwölf Tote, etliche Verletzte, Gefangene und 60 ausgeplünderte Familien. Um noch größeren Schaden zu verhindern, unterzeichneten der Richter und der Gemeindevorsteher die Kapitulationserklärung.
In der Meinung, Ampezzo sei noch von den Franzosen besetzt, eilten Schützen aus den ladinischen Nachbartälern herbei, um die Feinde zu vertreiben: am 16. August kamen 313 Bewaffnete aus dem Gadertal, angeführt von Francesch Dapunt, und 524 Buchensteiner - praktisch alle wehrfähigen Männer - unter dem Befehl von Jan de Sisti. Tags darauf traf noch ein Pustertaler Aufgebot von weiteren 1420 Mann ein. Sie zogen gemeinsam bis San Vito, um sich zu vergewissern, dass keine Invasionsgefahr mehr bestand, und kehrten dann wieder um.
Angesichts einer so starken Schützenhilfe seitens der Nachbarn, die noch dazu die Kunde brachten, dass Andreas Hofer am 13. August Innsbruck zurückerobert habe, siegten in einer Gemeinderatssitzung in Ampezzo die Hitzköpfe über die Besonneneren und erklärten die "Kapitulation" für ungültig. Sie beschlossen, wieder zu den Waffen zu greifen und den Kampf fortzusetzen. Vielleicht wäre nichts Ernsteres geschehen, wenn nicht in der Zwischenzeit der fanatische deutsche Luxheim mit einer Schar freiwilliger Studenten gekommen wäre. Ihm gelang es, den Kommandanten Hirschstein zu überreden, mit ihm zusammen die Überfälle auf das Cadore wieder aufzunehmen.
Als Antwort auf diese Provokation und Gesinnungsänderung der Ampezzaner beschloss der französische Kommandant Rivara, die "Aufrührer" zu bestrafen, und rückte am 31. August gegen Ampezzo vor. Die Schützen und Luxheim mussten sich zurückziehen, und die Bewohner flüchteten in die Wälder. Sowohl die zurückweichenden Scharen Luxheims als auch die Franzosen plünderten einen Großteil der in Straßennähe befindlichen Häuser und zündeten viele davon an. Ungefähr vierzig brannten vollständig nieder, die Verzweiflung in der Bevölkerung war groß.
Die kurze Zeit der Dreiteilung
Im Februar 1810 nahm Napoleon zur Strafe für die Tiroler, die es gewagt hatten, sich gegen ihn aufzulehnen, eine Dreiteilung des Landes vor. Das Trentino und der "Alto Adige" (eine Bezeichnung, die bei dieser Gelegenheit eingeführt wurde) bis nördlich von Bozen kamen zum neuen Königreich Italien. Diesem hätte auch die ladinische Bevölkerung unterstellt werden sollen, nachdem den französischen Kommandanten aufgefallen war, dass sie nicht deutsch sprachen. Gröden und das Gadertal erklärten in einer Protestnote, dass die Ladiner eine eigene Sprache hätten, die sich vom Italienischen unterscheide. Die beiden Täler blieben aber nur deswegen bei Bayern, weil sie gegen die deutschsprachigen Talschaften hin offen waren (über die Pässe führten damals nur Saumwege). Der Protest Ampezzos, das mit dem Pustertal vereint bleiben wollte, blieb ebenso ungehört wie jener der anderen ladinischen Täler. Fassa war dem "Alto Adige" unterstellt, Ampezzo und Buchenstein wurden zum "Dipartimento della Piave" geschlagen.
Stärkung des Selbstbewusstseins
Diese erste Dreiteilung Ladiniens dauerte zwar nur drei Jahre, schuf aber einen Präzedenzfall für die von den Faschisten gewollte und heute noch bestehende Dreiteilung. Heute sind die ladinischsprachigen Täler rund um den Sellastock auf die Provinzen Bozen, Trient und Belluno aufgeteilt. Die erste Dreiteilung Ladiniens im Jahre 1810 geschah gerade zu dem Zeitpunkt, als die Ladiner wie nie zuvor das Bewusstsein entwickelt hatten, ein eigenes Völklein zu sein, das sich von den Deutschen durch seine Sprache, von den Nachbarn jenseits der politischen Grenze vor allem durch seine Kultur und seine Zugehörigkeit zu Tirol und Österreich unterschied. Cadoriner und Agordiner waren zu "Feinden" geworden, gegen die man gekämpft hatte. Buchensteiner, Gadertaler und Enneberger waren immer wieder zur Verteidigung Ampezzos herbeigeeilt; Fassaner waren den Buchensteinern zu Hilfe gekommen; Grödner, Fassaner und Gadertaler hatten im Eisacktal und bei Innsbruck gekämpft; und alle konnten selbst feststellen, dass sie dieselbe Sprache und dieselben Bräuche hatten. Ladinien ging also aus den kriegerischen Ereignissen von 1809 mit gestärktem Bewusstsein hervor.
Die Rückkehr zu Österreich
Nach dem Ende der napoleonischen Kriege kehrte die ladinische Bevölkerung zusammen mit ganz Tirol wieder zu Österreich zurück. Nachdem auch Venetien und das Cadore dem Habsburgerreich zugesprochen worden waren, wollte die Regierung es aus bürokratischen Überlegungen bei einigen Veränderungen der napoleonischen Zeit belassen und wies Ampezzo dem Cadore, Fassa dem Trentino zu. Doch die Ampezzaner fühlten sich als Tiroler, und die tragischen Ereignisse des Jahres 1809 hatten die Kluft, die sie seit Jahrhunderten vom Cadore trennte, noch tiefer werden lassen. Im Jahre 1815 schickte die Gemeinde eine Abordnung nach Innsbruck, wo die in der Bittschrift angefühlten stichhaltigen Gründe Erfolg hatten: Ampezzo blieb mit den anderen ladinischen Tälern vereint bei Tirol.
Es ist möglich, dass die Fassaner nicht früh genug merkten, was auf sie zukam; das Dekret von 1817, mit dem das Tal vom Amtskreis Bozen abgetrennt und Trient zugeteilt wurde, stellte sie vor vollendete Tatsachen. Obwohl damals auch das Trentino Teil Tirols war und zu Österreich gehörte, war die fassanische Bevölkerung, die seit jeher in erster Linie mit Bozen in Verbindung stand, nicht einverstanden und protestierte, jedoch ohne Erfolg.
Trotz der Zugehörigkeit zu verschiedenen Bezirken waren nun alle fünf ladinischen Dolomitentäler wieder bei Österreich und blieben bis zum ersten Weltkrieg mit Tirol vereint.
Autor: Bepe Richebuono
Gekürzt und für diese Homepage bearbeitet
Zum Weiterlesen:
Giuseppe Richebuono, Kurzgefasste Geschichte der Dolomitenladiner,
Istitut Ladin Micurà de Rü, San Martin de Tor, 1992
Giuseppe Richebuono, Ampezzo durante le guerre napoleoniche 1796-1814,
Union di Ladins, Cortina 1985
Ein weiterer Bericht zum Aufstand 1809 in Gröden findet sich hier.
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