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Hofer-Feier der Welschtiroler Schützen in St. Romedius

Achtzehn Schützenkompanien trafen sich am Sonntag, dem 14. Februar 2010 am Wallfahrtsort von St. Romedius, um – wie es der Brauch will – der Pilgerreise zu gedenken, die Andreas Hofer zum Nonstaler Wallfahrtsort unternommen hat. Darunter auch die neu gegründete Kompanie von Civezzano/Kalisberg, die besonders gefeiert wurde.

Unter der Leitung des Landeskommandanten des Welschtiroler Schützenbundes Carlo Cadrobbi erwiesen die Trentiner Schützen den sich in der Einsiedelei eingefundenen Behörden Ehre: den Landesräten Franco Panizza und Ugo Rossi in Vertretung der Trientner Landesregierung, den Landtagsabgeordneten Mauro Ottobre, Michele Dallapiccola und Caterina Dominici; Hermann Huber, dem Landesobmann des Gesamttiroler Schützenbundes, und Sanzenos Bürgermeister Marco Bonadiman.

“Das zweihundertste Jubiläum des Tiroler Aufstands gegen die Bayern und Franzosen, angeführt vom Freiheitshelden Andreas Hofer”, so Franco Panizza in seiner Ansprache, “das am kommenden Samstag in Mantua mit einer großen öffentlichen Feier abgeschlossen wird, hat es dem Trentino ermöglicht, eine wichtige Seite seiner Geschichte aufzuschlagen. Die zahlreichen Veranstaltungen, die in den letzten zwölf Monaten aufeinander folgten, waren von einer großen Beteiligung von Seiten der Bevölkerung gekennzeichnet und ermöglichten es, die Werte, die wir im Tiroler Freiheitshelden erkennen, in unserer Provinz wieder aufleben zu lassen: die Verteidigung der eigenen Familie, der Heimat, der Tradition, verbunden mit der Fähigkeit, sich anderen Kulturen zu öffnen, auch solchen, die andere Sprachen sprechen. Er war ein Freund der Trentiner und der Ladiner und verstand es, deren Wünsche und Hoffnungen zu interpretieren. Heute gründet unsere Autonomie auf diesen Werten sowie auf all jenen, die uns die Richtung weisen, die wir zur Verwirklichung eines Europas der Regionen, der Kulturen und der Sprachen einzuschlagen haben; einer Euregio, die allmählich zur Wirklichkeit wird. Und wenn die öffentlichen Institutionen in Trentino, in Südtirol und in Tirol bereits die Grundlagen für eine positive Zusammenarbeit geschaffen haben, die schon ihre ersten Früchte trägt, so ist es jetzt an der Zeit, auf tiefgründigere Gemeinsamkeiten überzugehen, die die Schule, das Vereinsleben, die Kultur, die Museen und das Volontariat mit einbeziehen.“

Hw. Zeno Carcereri erinnerte in seiner Predigt während der Heiligen Messe – indem er sich auf die Seligpreisungen der Bergpredigt berief – daran, dass Gott nicht auf der einen oder anderen Seite steht, sondern nur auf der Seite jener, denen ein Unrecht widerfährt. Dabei rief er zu einer Gerechtigkeit auf, die nicht durch Waffengewalt erzielt wird, sondern durch ein ehrbares, rechtschaffenes Leben.
Die Schützen verabschiedeten sich am Ende der Feier und verabredeten sich in Mantua, zu den großen Abschlussfeierlichkeiten des Andreas-Hofer-Jahres. (m.n.)
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