Andreas Hofer
Gastwirt aus dem Passeiertal, der zur zentralen Leitfigur des Aufstands von 1809 wurde und zeitweise die Regentschaft Tirols übernahm.
Geschichte trifft Zukunft
Die Erhebung von 1809, ihre Schauplätze und ihre Menschen — und das Gedenkjahr 2009, das an sie erinnerte. Ein unabhängiges Portal über Andreas Hofer, die Schlachten am Bergisel und das historische Erbe des Alpenraums.
Im Frühjahr 1809 erhoben sich die Tiroler gegen die bayerische Herrschaft und die napoleonische Vorherrschaft im Alpenraum. Was als regionaler Aufstand begann, wurde zu einem der bekanntesten Kapitel der Tiroler Geschichte — verbunden mit dem Namen Andreas Hofer und den Schlachten am Bergisel.
Tirol war 1805 im Frieden von Preßburg von Österreich an das mit Napoleon verbündete Königreich Bayern gefallen. Die neue Verwaltung griff tief in das Leben des Landes ein: in die kirchliche Ordnung, in das Steuerwesen und in die Wehrpflicht. Als Österreich 1809 erneut gegen Frankreich in den Krieg zog, brach der lange aufgestaute Unmut hervor. Innerhalb weniger Tage stand ein großer Teil des Landes in Waffen.
Im Mittelpunkt stand der Bergisel bei Innsbruck, wo es im Lauf des Jahres zu vier Schlachten kam. Nach dem Sieg vom 13. August übernahm der Passeirer Gastwirt Andreas Hofer für einige Wochen die Verwaltung Tirols. Doch mit dem Frieden von Schönbrunn trat Österreich das Land erneut ab — die Erhebung brach zusammen, und Hofer wurde im Februar 1810 in Mantua erschossen. Aus der gescheiterten Erhebung wurde im 19. Jahrhundert ein Gründungsmythos, der das Selbstverständnis Tirols bis heute prägt.
Dieses Portal sammelt die Ereignisse, Schauplätze und Persönlichkeiten des Jahres 1809 und ordnet sie ein — von den Anführern und dem zivilen Widerstand über die einzelnen Kämpfe bis zu den Orten, an denen sich die Geschichte entschied. Es knüpft an das Gedenkjahr 2009 an, in dem der 200. Jahrestag der Erhebung in Tirol, Südtirol und dem Trentino unter dem Leitwort „Geschichte trifft Zukunft“ grenzüberschreitend begangen wurde. Eine Zeitleiste, eine historische Karte und eine Bildergalerie erschließen die Epoche.
Im Inntal und in den Südtiroler Tälern erheben sich die Landsturm- und Schützenkompanien gegen die bayerische Verwaltung und die mit ihr verbündeten französischen Truppen. Innerhalb weniger Tage greift die Erhebung auf weite Teile des Landes über.
Mehr erfahren →Nach ersten Gefechten im April kommt es am Bergisel südlich von Innsbruck zu schweren Kämpfen. Die Tiroler können die Stadt erneut unter ihre Kontrolle bringen.
Mehr erfahren →In der dritten Schlacht am Bergisel besiegen die Tiroler unter Andreas Hofer das bayerisch-französische Heer. Hofer übernimmt daraufhin von Innsbruck aus für einige Monate die Verwaltung des Landes.
Mehr erfahren →Mit dem Frieden von Schönbrunn tritt Österreich Tirol erneut ab. Die militärische Lage der Aufständischen wird damit aussichtslos; eine vierte Schlacht am Bergisel im November endet ohne Erfolg.
Mehr erfahren →Andreas Hofer wird verraten, gefangen genommen und in die Festung Mantua gebracht. Dort wird er nach einem Kriegsgerichtsverfahren erschossen. Sein Tod macht ihn zur Symbolfigur der Tiroler Geschichte.
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Gastwirt aus dem Passeiertal, der zur zentralen Leitfigur des Aufstands von 1809 wurde und zeitweise die Regentschaft Tirols übernahm.
Sie steht für die Beteiligung der Zivilbevölkerung an der Verteidigung und wurde als „Mädchen von Spinges“ Teil der Tiroler Überlieferung.
Einer der fähigsten militärischen Köpfe der Erhebung, bekannt für sein Geschick im Gebirgskrieg an der Seite Hofers.
Der Kapuzinerpater begleitete die Schützen als geistlicher und militärischer Mitstreiter und wurde zu einer markanten Gestalt von 1809.
Abbildungen aus Wikimedia Commons — gemeinfrei oder unter freier Lizenz (CC BY-SA). Die vollständigen Bildnachweise stehen in der Galerie.
Zweihundert Jahre nach den Ereignissen von 1809 widmete sich der Alpenraum 2009 dem Gedenken an die Erhebung. Unter dem Leitwort „Geschichte trifft Zukunft“ verband das Gedenkjahr historische Aufarbeitung mit der Frage, was die Erinnerung an 1809 heute bedeutet.
Dieses Portal führt diese Perspektive fort: Es betrachtet 1809 nicht als abgeschlossene Episode, sondern als Teil einer gemeinsamen Geschichte von Tirol, Südtirol und dem Trentino.
Mehr zum Gedenkjahr →Ein Aufstand der Tiroler gegen die bayerische Herrschaft und die napoleonische Vorherrschaft. Tirol war 1805 von Österreich an Bayern gefallen; 1809 erhob sich das Land, angeführt unter anderem von Andreas Hofer.
Ein Gastwirt aus dem Passeiertal, der zur zentralen Führungsfigur der Erhebung wurde und nach dem Sieg am Bergisel für einige Wochen die Verwaltung Tirols übernahm. 1810 wurde er in Mantua erschossen.
Der Hügel südlich von Innsbruck war 1809 viermal Schauplatz von Kämpfen. Die dritte Schlacht am 13. August gilt als der entscheidende Sieg der Tiroler.
Mit dem Frieden von Schönbrunn im Oktober 1809 trat Österreich Tirol erneut ab. Ohne Aussicht auf Unterstützung war der Widerstand nicht mehr zu halten.
Zum 200. Jahrestag erinnerten Tirol, Südtirol und das Trentino 2009 unter dem Leitwort „Geschichte trifft Zukunft“ gemeinsam an die Erhebung.
Über die Ereignisse, Schauplätze und Persönlichkeiten des Jahres 1809 — mit einer Zeitleiste, einer historischen Karte, einer Bildergalerie und ausführlichen Beiträgen zu den wichtigsten Themen.